Aufstellungsarbeit
Manchmal sind Bilder stärker als Worte
Manche Verstrickungen in uns lassen sich nicht leicht erklären, aber sie lassen sich zeigen: In einer Distanz, die zu groß geworden ist. In einer Position, die sich falsch anfühlt. In einer Blickrichtung, die etwas verrät, das noch keine Worte hat. Aufstellungsarbeit übersetzt ein Anliegen in ein Bild – und macht dadurch sichtbar, was im Gespräch vielleicht verborgen bleibt: Beziehungen, Zugehörigkeiten, Hierarchien und Kräfte innerhalb eines Systems, das größer ist als die aktuelle Situation.
Aufstellungsarbeit macht sichtbar, was im Unbewussten wirkt – und noch keinen sicheren Platz in Dir gefunden hat.
Was ein Aufstellungsbild bewegt
Ein Anliegen bekommt einen Platz – auf einem Brett, im Raum oder durch Menschen, die stellvertretend eine Position einnehmen. Damit wird es sichtbar als Bild, das wir von außen betrachten oder in das wir hineintreten können.
Von dort aus kann sich das Bild verändern: Positionen ändern sich, Blicke drehen sich, Spannungen lösen sich oder werden erst spürbar. Diese Bewegungen im Außen eröffnen oft einen Zugang zu dem, was im Innen noch nicht bewegt werden konnte.
Erkennst Du Dich hier wieder?
Ein Thema, das sich nicht auflösen lässt, egal wie oft du es durchdacht hast. Ein Konflikt oder eine Entscheidung, bei der Kopf und Bauch nicht zusammenfinden. Eine Wiederholung, die auf etwas verweist, das größer ist als der aktuelle Moment – eine Prägung, eine Beziehung, ein Muster, das nicht nur dir gehört.
Dann kann Aufstellungsarbeit den Zugang öffnen, den reines Nachdenken nicht schafft.
Drei Formate, unterschiedliche Zugänge
Systembrett (auch online)
Ein Blick von außen. Auf einem Brett mit Figuren wird dein Anliegen räumlich dargestellt, während du selbst außerhalb des Bildes bleibst und es betrachtest. Diese Außenperspektive kann berühren und erhellen zugleich – gerade weil du das Ganze siehst und neue Perspektiven einnehmen kannst. Konzentriert, auch gut geeignet für die Distanz und online möglich.
Bodenanker
Du selbst trittst in dein Bild ein. Positionen und Elemente deines Anliegens werden im Raum markiert, und du bewegst dich zwischen ihnen – nicht als Betrachter:in, sondern als Teil des Systems. Weil du die unterschiedlichen Positionen selbst erlebst und die Beziehungen zwischen ihnen herstellst, kann bisher Unverarbeitetes integriert werden.
Gruppenaufstellung
Manche Themen sind allein schwer zu tragen. In der Gruppe übernehmen echte Repräsentant:innen die Positionen deines Systems – das Anliegen wird stellvertretend gehalten und getragen, während du selbst wahrnehmen und mitfühlen kannst. Auch hier sind tiefe Erkenntnisse und berührende Erfahrungen möglich, oft auf eine andere Art als im Einzelsetting.
Ablauf
Jede Aufstellungsarbeit – auch eine einzeln angefragte Gruppenaufstellung – ist gerahmt von einem Vor- und einem Nachgespräch.
In der Vorbesprechung klären wir dein Anliegen und schauen gemeinsam, ob eine Aufstellung an diesem Punkt deines Prozesses sinnvoll ist. In der Nachbesprechung achten wir darauf, dass das, was sichtbar wurde, gut integriert werden kann – und ob im Anschluss ein weiterer Prozess oder eine Begleitung sinnvoll ist.
Diese Arbeit ist kraftvoll. Deshalb braucht sie einen sicheren Rahmen, der sie trägt und hält.
Meine Arbeitsweise
Jedes Muster, das sich zeigt, trägt seine eigene Intelligenz: Es hatte einmal einen guten Grund, sich so und nicht anders zu entwickeln. Ich helfe dir, diesen Grund zu erkennen und zu würdigen. Von dort aus kann sich Bewegung entfalten – getragen von Sicherheit, echter Beziehung und deinem eigenen Tempo.
Ich arbeite nach der Methode der Holistischen Aufstellungen von Stephanie Grimberg – einer systemischen Methode für Therapie und Coaching. In ihr vereinen sich die klare Struktur und Grammatik der Strukturaufstellungen von Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd (Syst®-Institut), die emotionsfokussierte Therapie nach Sue Johnson (EFT), ein ganzheitliches Menschen- und Weltbild und Bewusstseinsarbeit.

